Schwierigkeitsgrade im Überblick
Was bedeutet eigentlich „mittelschwer“ im Himalaya? Da das Empfinden subjektiv ist, haben wir unsere Touren in ein transparentes System von TI (leicht) bis XXX (Expedition) unterteilt.
Trekking für Genießer
TI – Trekking leicht
Du fühlst dich auf breiten, gut ausgebauten Wegen am wohlsten. Der Fokus liegt auf Kultur und Begegnungen.
- Ideal für Einsteiger ohne Vorerfahrung.
- Moderate Gehzeiten, wenig steile Passagen.
- Genuss für Körper, Geist und Seele.
TII – Trekking mittel
In der Regel einfaches Gelände, aber mit gelegentlich anspruchsvolleren Wegpassagen und längeren Tagesetappen.
- Gute Grundkondition erforderlich.
- Bereitschaft für einfache Unterkünfte & lange Fahrten.
- Körperliche Vorbereitung (Wandern) ist empfehlenswert.
Anspruchsvolles Trekking
TIII – Trekking schwer
Die Routen führen durch unwegsames Gelände. Auf- und Abstiege können steil, ausgesetzt und gerölllastig sein.
- Trittsicherheit und gute Ausdauer sind Pflicht.
- Etappen bis zu 8 Stunden und >1.000 Höhenmeter.
- Trainingstipp: 2-3x pro Woche strammes Gehen (15-20 km).
TIV – Trekking sehr schwer
Hier beginnt das echte Abenteuer. Wir bewegen uns oft in Höhen zwischen 5.000 und 6.000 Metern.
- Mentale Stärke und Kenntnis der eigenen Grenzen.
- Gletscherbegehungen oder leichte Kletterei („alle Viere“).
- Hohe Flexibilität bei Wetterkapriolen erforderlich.
Alpine Herausforderungen
Die AI- bis AIII-Grade beginnen dort, wo das schwerste Trekking aufhört. Hier ist technisches Equipment (Gurt, Steigeisen, Pickel) Standard.
AI bis AIII – Von leicht bis schwer
Je nach Stufe steigen die Anforderungen an dein technisches Können im Eis und am Fels.
- AI: Technisch leicht, aber Umgang mit Bergausrüstung nötig. Basiskurs (DAV) sinnvoll.
- AII: Sicherer Umgang mit Pickel & Steigeisen erforderlich. Erfahrung im Eis sehr sinnvoll.
- AIII: Technisch anspruchsvoll. Eigene Hochtouren-Erfahrung zwingend notwendig.
XXX – Expedition
Der Aufenthalt in der „Todeszone“ jenseits der 7.000 Meter ist lebensgefährlich und erfordert absolute Professionalität.
- Extremste Anforderungen an Körper und Psyche.
- Teamgeist und Erfahrung bei Temperaturen von -20°C und kälter.
- Arzt-Check: Ein ausführliches Belastungs-EKG ist im Vorfeld Pflicht.