Impfungen & Trekking-Apotheke

Nepal erfordert keine exotischen Impfmarathons. Eine solide Grundvorsorge und eine gut sortierte Reiseapotheke sind jedoch die Basis für eine unbeschwerte Tour durch den Himalaya.

Der richtige Impfschutz

Für die Einreise nach Nepal sind derzeit keine speziellen Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Dennoch solltest du ca. drei Monate vor Abreise deinen Hausarzt oder einen Tropenmediziner konsultieren.

Standard-Vorsorge:

  • Tetanus / Diphtherie / Polio: Sollten aktuell sein.
  • Hepatitis A: Dringend empfohlen für alle Reisenden.
  • Hepatitis B: Empfohlen bei Langzeitaufenthalten oder engem Kontakt zur Bevölkerung.
  • Tollwut (Rabies): In Nepal gibt es viele freilaufende Hunde und Affen (besonders an Tempeln). Eine präventive Impfung ist für Trekker absolut sinnvoll.

Die Trekking-Apotheke

Im Hinterland gibt es keine Apotheken. Unsere Bergführer haben zwar ein Notfall-Set dabei, aber für deine persönliche Grundversorgung solltest du selbst ausgestattet sein. Experimente in der Höhe sind keine gute Idee.

Wichtig: Besprich die Anwendung und Dosierung (besonders von Antibiotika) unbedingt vorab mit deinem Arzt. Die Einnahme erfolgt immer in eigener Verantwortung.

Checkliste: Was muss in die Tasche?

Basis-Bedarf

  • Ibuprofen (400/600mg): Schmerzlindernd & entzündungshemmend. (Kein Aspirin nutzen!)
  • Magen & Darm: Imodium für Notfälle, Kohletabletten, Mittel gegen Übelkeit.
  • Erkältung: Halsschmerztabletten, Nasenspray, Hustenlöser.
  • Wundversorgung: Desinfektionsspray, Pflaster-Set, Blasenpflaster (Compeed), Verbandsschere.
  • Hygiene: Händedesinfektionsgel (vor jedem Essen nutzen!).

Spezielle Notfall-Ausrüstung

  • Antibiotika: (z.B. Amoxicillin oder Ciprofloxacin) – nur nach ärztlicher Verordnung!
  • Elektrolyte: Pulver zum Auflösen bei Flüssigkeitsverlust.
  • Rettungsdecke: Die klassische Silberfolie für extreme Kältenotfälle.
  • Wasserentkeimung: Tabletten oder Tropfen (z.B. Micropur).

Profi-Tipp für Gruppen

Teilen spart Gewicht: Es reicht oft, wenn eine Person in der Gruppe die "große" Apotheke mit Schere, Verbänden und Notfall-Medikamenten trägt. Deine persönlichen Medikamente und Blasenpflaster solltest du jedoch immer im eigenen Tagesrucksack griffbereit haben.

Thema Höhenkrankheit (AMS)

Das wichtigste Medikament gegen Höhenkrankheit ist Zeit zur Akklimatisation. Dennoch solltest du dich vorab über Symptome und Verhaltensregeln informieren.

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